Werke und Ausstellungen

*Familienaufstellung* 2025

Vor ein paar Jahren hat mir eine Freundin eine ganze Serie alter Bürsten und Besen vermacht, die sie beim Umzug in der alten Werkstatt gefunden hatte. Ich staunte über die Vielfältigkeit und die verschiedenen Formen und fragte mich, zu welchen Zwecken man wohl die so unterschiedlichen Besen gebraucht hatte....
Mir war sofort klar, dass  es Figuren geben wird und dass diese als Familie auftreten würde.
Durch die Gelegenheit, die Fenster am unteren Heuberg gestalten zu können, ist diese Idee nun umgesetzt worden.

Fritzi, Sandra, Grossaetti Oscar

Laura, Sarah, Alfred

Erwin

Jakob

Bäsi Anna

Onkel Olav

Susie

Astor

Ausstellung Matthäuskirche, Bern 2023

Zum Thema "Kunst in der Kirche" wurde ich von der Kuratorin der Matthäuskirche Bern angefragt, zum Erntedankfest 2023 meine mit Tischgebeten bestickten Tischtücher auszustellen.
Die Matthäuskirche ist ein moderner Betonbau aus den 60er Jahren, grossräumig und mit viel Tageslichtlicht und entsprechend hell und luftig und mit vielen Pflanzen bestückt.
Besonders gefreut hat mich, dass ich eine grosse Vitrine bespielen konnte. Dort habe ich verschiedene Ideen zum Thema passend gestaltet und präsentiert.

Textile Spielereien

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Lebensblüte

Papiermâché aus Tagebuchseiten, 80x120x30cm 

2021

Diese Skulptur bezieht sich auf die frühere Arbeit Lebenssäulen und  ist der Abschluss meiner Verarbeitung der Tagebücher aus den Jahren 1969 -2014.
Die goldene Kugel im Zentrum mit den frei schwingenden Blütenblättern und dem Wurzelwerk sind mir in einem Traum begegnet während einer Weitwanderung nach Venedig an die Biennale. Ich machte nur eine kleine Skizze am Morgen und habe diese Arbeit erst zwei Jahre später umgesetzt.

 

Kunstfenster Rheinfelden
2021
 


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Initialen / Identität / Individualität ?

Textiler Wandbehang aus Baumwollbändern, 180x136cm 

2020



Im Nachlass eines Mercerie-Geschäfts habe ich ein zauberhaftes Kistchen mit vielen völlig verstaubten Schublädchen mit bestickten Stoffbändern gefunden. Die ganze Bandbreite an Initialen in verschnörkelter roter Schrift waren anzutreffen.

Das hat mich animiert, mich mit Initialen zu beschäftigen, mit Identitäten und der Frage nach Individualität, denn, dort, wo diese Namensschildchen in Kleidungsstücke genäht werden, geht die Individualität ein stückweit verloren, handelt es sich doch um Institutionen für grössere Gemeinschaften wie Kinderheime, Altersheime o.ä.

Ich habe aber die Buchstaben nicht in die einzelnen Initialen zerschnitten, sondern die Streifen am Stück gelassen und von Hand zusammengenäht zu einem Tuch, wo alles miteinander verschmilzt und eine ganz neue Aussage bekommt. Die frei hängenden Enden am Boden führen dann wieder in eine (vermeintliche?) Individualität.

Kunstfenster Rheinfelden
2022

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Wund-Tuch

Textiler Wandbehang aus elastischen Binden, 180x185cm 

2020

Ich habe in meinem ganzen Umfeld nach elastischen Binden gefragt und diese gesammelt. Beim  Zusammennähen wurde mir bewusst, dass all diese Verbände jemandem gedient hatten, um zu stützen und zu schützen, zum Halten und Heilen. Dass der Ursprung für die Verwendung Wunden und Schmerzen bedeuteten und die Hoffnung auf Linderung in sich trugen.

Das aufgespannte Tuch strahlt auf mich eine grosse Ruhe aus und wirkt trotzdem sehr lebendig mit seinen enthaltenen geheimen Geschichten.

 

Zähringer Apotheke Ballinari Bern
2022
 


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Tischgebete 2018-2019

Dass die Tischtücher mich dazu anregten, sie mit Tischgebeten zu besticken, liegt eigentlich auf der Hand. Diese zum Teil sehr alten Tücher waren in diversen Häusern, Küchen und Wohnstuben in Gebrauch und das Beten vor dem Essen war in früheren Zeiten noch weiter verbreitet. Es hat Tischtücher dabei, die aus alten Duvetbezügen umgenäht wurden, so eines von meiner Grossmutter , das ich auf dem Maiensäss gefunden habe. Es ist mit einer Spitze (entre-deux) in der Mitte zusammengenäht und enthält die noch weniger abgenutzten Teile eines Bezuges. Ein anderes war schon dafür vorgesehen, daraus Putzlappen zu machen. Wieder andere lagen früher auf unserem Familientisch. Ich fragte in meinem ganzen Verwandten- und Freundeskreis nach erinnerten Tischgebeten und so kam eine grosse Sammlung schöner Gebete in verschiedenen Sprachen zusammen, oftmals von einem Lächeln und mit einer Kindheitserinnerung verbunden. Dies hat mich bei meiner Arbeit speziell gefreut und beflügelt!

Ausstellungsansicht

Ausstelllungsansicht

"Minca spigha...", Rätoromanisch (Domat/Ems), 2019

"Für Spaghetti...", Kita Tischgebet, Deutschland, 2019

"Abençoai Senhor...", Brasilien, 2019


"Jedes Tierli...", Traditionell, Schweiz, 2019


"Thank you for...", England,  2019

"Lieber kleiner Schmetterling...", überliefert, 2019

Ausstellung Offene Kirche Elisabethen Basel

2019


"Im Samen ist alles Leben...", Anthroposophisch, 2019

"Ich entsende Euch...", Anthroposophisch, 2019


"Unser täglich Brot...", aus dem Vater unser, 2019

"Nel nome del padre...", Italien, 2019

"Oh edja pah...", Ghana, 2019


"Aus der braunen Erde...", Anthroposophisch, 2019

"Spys Gott...", Traditionell, Schweiz, 2019

 "Gott schläft...", indische Weisheit, 2018 


"Ave Maria...", Sardinien, 2019


"Ungebet..." Kurt Marti, 2018

("DA DU ALLES SCHON WEISST/MAG ICH NICHT BETEN/TIEF ATME ICH EIN/LANG ATME ICH AUS/UND SIEHE:/DU LÄCHELST")


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Ausstellung Petershof, Basel 2018

Betten-Raum-Installation im Petershof Basel
Ich hatte die Gelegenheit, zusammen mit einer Künstlerfreundin (Zoja Brülisauer) eine Raum-Installation in einem 150 jährigen unrenovierten Altstadthaus, welches zu Ausstellungszwecken genutzt wird, zu gestalten. Wir bespielten einen grossen Estrichraum, der mit 12 aufgereihten verstaubten leeren Bettstätten bestückt war. Diese alten Betten haben uns sehr inspiriert und wir haben jedem Bett seine eigene Geschichte zugeschrieben und dargestellt.

               Die leeren Betten

    Die gestalteten Betten

Bettlektüre, 2018


Soldatenbett, 2018




Krankenbett, 2018

Brautschatz, 2018




Topfpflanzen, 2018

Wochenbett, 2018

Hochzeitsgeschenk, 2018


Seelentuch, Albert Camus,130x220cm, 2018

Ausstellungsansicht mit Lebenssäulen 

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Nastüechli-Treffen, 2017-2018

Textile Spielereien

 Über viele Jahre habe ich in Brockenhäusern und auf Flohmärkten weisse Taschentücher erworben und viele Nastücher aus dem Freundes- und Bekanntenkreis geschenkt bekommen. Daraus habe ich einen Vorhang genäht, der voller Geschichten ist — denn: jedes dieser Nastücher kommt von irgendwoher, hatte einen Besitzer oder eine Besitzerin und hatte seine Aufgabe, in welcher Form auch immer.... 

 Während des Nähens mit dem goldenen Faden sind mir unzählige mögliche Geschichten eingefallen, die ich  aufgeschrieben habe... 

Nastüechli-Treffen, 290x265cm, 2017/18


.....ich bin ein Geschenk von der Gotte Frieda zur Erstkommunion
….. ich wurde vom Grossvater immer am Sonntag in den Hosensack gesteckt
….. ich habe den ersten Milchzahn aufbewahrt
….. ich wurde mit Kölnisch Wasser 4711 beträufelt vor dem Gang zum Tanz
….. ich wurde um den blutenden Finger gewickelt
….. ich bin ein Erbstück vom Onkel Toni
….. ich habe viele Abschiedstränen aufgefangen
….. ich habe Omas Gebiss aufbewahrt
….. ich wurde vor der Kirche auf der Strasse gefunden
….. ich war an Fronleichnam um die Prozessionskerze drapiert
….. ich war im Hochzeitshandtäschchen der Mutter
….. ich lag jahrelang unter den Putzlappen im Küchenschrank
….. ich habe Babykötzli und Sabber von der Schulter abgeputzt
….. ich kam auf dem Hintersitz des alten VW Käfers zum Einsatz
….. ich bin in der Sonntagsmesse aus dem Ärmel gefallen und vom späteren Bräutigam gefunden worden
….. ich wurde in einer alten Handtasche auf dem Estrich gefunden
….. ich nahm die Tränen an der Beerdigung des kleinen Sohnes auf
….. ich habe das Nasenbluten nach der Schlägerei weggeputzt
….. ich diente als Sonnenschutz mit vier Knoten in den Ecken
….. aus mir wurden Mäuschen geformt zur Aufheiterung der Kinder
….. ich wurde von vielen bitteren Liebeskummertränen durchtränkt
….. ich habe zarte Pilze nachhause getragen
….. ich habe immer wieder Knoten gegen das Vergessen erhalten

Ausstellung Offene Kirche Elisabethen Basel
2019



Lebenssäulen 2009-2018

4 Lebenssäulen 
Aus ca. 10'000 Tagebuchseiten gestaltet = 45 Lebensjahre (alles nochmals gelesen). 
Jede Säule trägt ein Symbol: die Schale (Jugend und Adoleszenz), die Kugel (Reifung, Erwachsen), die Spirale (Älterwerden, Verbindung vom Irdischen mit dem Göttlichen). Die vierte Säule ist aus den leeren Hefthüllen entstanden.

Ausstellung Offene Kirche Elisabethen Basel

2019


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Puppen

Aus meiner Figurenspielzeit 2009/2010

      Einfaltspinsel

Nasebögetropfer

Steckdosenschnüffler

                        Karlsson

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Ältere Arbeiten


 "Em Thomas sin erschte Bodelumpe", 2006

  K(n)opflastig? 2006

Auszug aus dem Putzlappengebirge, 1999

     Hommage an Robert C., 1999 

Ohne Titel, Marmor, 1998